Sonntag, 5. Oktober 2008 20:39
In meiner Jugend musste ich viele Jahre zu einem Therapeuten, aufgrund meiner damaligen Suizidgefahr. Durch Hilfsmittel die mir mein Therapeut damals gab, veränderte sich mein Leben nach und nach zum Positiven. Irgendwann war ich so davon überwältigt, dass sich das Positive wieder zum Negativen veränderte.
Vergleichbar mit einem Lottogewinn. Man hat plötzlich sehr viel Geld. Wenn man davon überwältigt ist, wird man keinen richtigen Nutzen daraus ziehen. Früher oder später ist man wieder genauso pleite wie vorher.
Auch bei verliebten Menschen, tritt dieses Phänomen ein. Die Liebe wird erlöschen, wenn man die Liebe nie richtig erkannt hat.
Seit einigen Wochen habe ich begonnen, wieder mit dieser Übungsmethode zu arbeiten und ich muss feststellen das ich nicht wieder von vorne anfangen musste. Es ist als ob mein Unterbewusstsein meine damaligen Erfahrungen speicherte und ich sie Jetzt nur nach und nach wieder hervorrufen muss. Das ganze kostet Zeit und ich lasse mir die Zeit. Ich stellte in den letzten wenigen Tagen fest, dass ich mich nicht mehr so sehr von äußeren Einflüssen beeinflussen lasse, dass ich wieder mehr auf mein innerstes Selbst höre. Es ist als ob ich nicht im Raum stehe im dem die Handlung sich ereignet, es ist als ob ich vor der Tür stehe und die Handlung aus einer anderen Perspektive betrachte, so als ob ich entscheiden kann was nun geschieht. Ich kann mich entweder der Handlung hinzutun, indem ich durch die Tür gehe oder ich entziehe mich derer und bleibe vor der Tür stehen. Ein interessantes Gefühl, welches ich lange nicht spürte.
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Sonntag, 21. September 2008 13:15
Gestern bin ich mit dem Fahrrad gestürzt. Eigentlich nichts besonderes, weil ich ja jeden Tag damit fahre, kann es auch mal passieren. Was mich jedoch traurig stimmt ist dass es keinen der vorbei fahrenden Autofahrern interessierte. Keiner machte sich die Mühe, nachzufragen ob alles in Ordnung sei. Diese Welt besteht aus zu vielen Egoisten, jeder lebt in seinem eigenen Theater. Schade sowas.
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Mittwoch, 10. September 2008 1:58
Irgendwie bin ich momentan überhaupt nicht in Internet-Stimmung. Aber ich bin sicher, dass auch diese Phase vergeht und ich wieder mehr Lust aufs surfen und schreiben haben werde. Das Wetter ist momentan auch viel zu schön um seine Zeit vor dem PC zu verbringen. Ich denke anderen geht es ebenso.
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Sonntag, 31. August 2008 0:36
Meine Frau hat nun gemerkt dass man heutzutage im Berufsleben ohne Englischkenntnisse nicht weiter kommt, egal in welcher Branche. Ich habe nichts dagegen dass Sie einen Kurs machen möchte um ihr Schulenglisch aufzufrischen. Mich nervt lediglich die Tatsache, dass Sie damals, als ich Englisch studierte mir viel blabla anhören musste weil ich sehr wenig Zeit hatte. Nun wird natürlich von mir verlangt, dass ich Verständnis dafür habe. Innerlich bin ich sehr erfreut, dass Sie es machen möchte, aber ich kann/will es ihr nicht zeigen. Vielleicht ist es gut so, wie es ist.
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Dienstag, 26. August 2008 1:59
Heute war mein erster Arbeitstag nach 14 Tagen Ruhepause. Das schlimme ist nur, dass ich dachte ich wäre erst gestern in der Arbeit gewesen. Irgendwie komisch, wie schnell der Geist in den normalen Alltag zurückkehrt.
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Donnerstag, 21. August 2008 21:45
Der Motor meines VW Golfs IV fing wieder an auszugehen - einfach so. Der Motor ging auch teilweise während der Fahrt aus. Man konnte ihn aber sofort wieder starten. Dreimal war ich bei einer großen VW-Werkstatt. Dreimal wurde irgendein Bauteil ausgetauscht. Bezahlt hatte ich immer um die 500 Euro. Das Problem bestand aber weiterhin. Diese Woche ging ich zu einer wirklich kleinen Werkstatt, zu einem 1-Mannbetrieb. Ich schilderte ihm mein Problem und er sagte ehe ich in der Lage war meinen Satz zu beenden, dass es die Drosselklappe sei. Er reinigte es und tauschte auch noch den Luftfilter aus. Jetzt läuft das Auto wieder. Der Motor hört sich auch wieder gut an. Und das Ganze hat mich nicht einmal 100 Euro gekostet.
Ich habe von Automotoren leider überhaupt keine Ahnung und vertraute mich deshalb immer einer namhaften VW-Werkstatt an. Denen scheint aber der Profit mehr wert zu sein, als der Kunde. Der Kfz.-Mechaniker der kleinen Werkstatt hat jetzt jedenfalls einen neuen zufriedenen Kunden gewonnen.
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Sonntag, 17. August 2008 23:23
SMS mag eine gute Erfindung gewesen sein. Leider kann Sie einen manchmal ungewollte Nachrichten übermitteln, die man besser hätte nicht lesen wollen. Am Samstag bekam ich eine SMS von meinem Vorgesetzten ob ich denn nicht meinen Urlaub verkürzen könnte. Ich hatte etwas mit mir gerungen und kam zu dem Entschluss, dass ich meinen Urlaub keinesfalls kürzen werde. Es mag ja sein, dass mein Aufgabengebiet schwer zu überbrücken ist, aber mich bei fast jeden Urlaub darum bitten ihn zu verkürzen, dass nervt mich. Ich will einmal im Jahr ganz entspannt Ferien machen können, ob das nun zu Hause in meinem Wohnzimmer stattfindet oder auf Hawaii
Ich denke, dass ist nicht zuviel verlangt und man sollte so eine Entscheidung tolerieren. Als ich Nein sagte, versuchte man natürlich an meinen Gewissen zu appellieren, ob es denn nicht doch möglich wäre. Ich musste dann lügen und sagte ich sei noch einmal eine Woche weg. Normalerweise mag ich es überhaupt nicht zu lügen, aber in diesem Falle lies es mir keine andere Wahl.
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Donnerstag, 14. August 2008 20:55
Kürzlich habe ich folgendes Zitat gelesen:
“Jeder Anfang birgt bereits das Ende in sich und jedes Ende einen Neubeginn.”
Ich will diesem Zitat nichts mehr hinzufügen, denn es könnte meine Denkweise nicht besser interpretieren.
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Mittwoch, 13. August 2008 20:09
Während ich in Frankreich war, hatte meine Frau unsere Kinder zu ihren Eltern gebracht. Das waren leider ein paar Tage zuviel, da unsere Kinder seitdem auf fast gar nichts mehr hören, wenn man zu ihnen etwas sagt. Gestern kam es deswegen zu einem mir unbekannten Gefühlsvorfall. Meine Frau brüllte über eine Stunde rum, dann konnte ich nervlich nicht mehr und mir ist die Hand ausgerutscht. Mein Sohn war dann so geschockt, das er nichts mehr sagen wollte. Meine Tochter war dann auch ruhig. Ich machte mir die ganze Nacht über deswegen viele Vorwürfe mir gegenüber. Ich, den man normalerweise nie aus der Ruhe bringt und wenn dann nur in einer ausweglosen Situation, knallte seinen Sohn eine. Ich mache mir bis jetzt noch viele Vorwürfe und verstehe mich selbst immer noch nicht, was in mich gefahren war. Normalerweise, bin ich die Person, die Ruhe in die Familie bringt. Derjenige, der den Ausgleich fördert - und nun das… Ich verstehe mich selbst nicht mehr.
Das schlimmste ist nur, dass mein Sohn heute den ganzen Tag, nur mit mir spielen wollte. Das war mir mehr als unangenehm. Mir ist diese Situation sehr neu und ich denke, ich brauche noch einige Zeit um sie zu verarbeiten.
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Dienstag, 12. August 2008 14:28
Auf der einen Seite bin ich traurig, dass ich wieder zu Hause bin, auf der anderen Seite aber auch wieder froh. Es waren vier schöne Tage, die ich in Frankreich verbrachte. Tage an denen ich mein gesprochenes französisch wieder etwas verfeinern konnte. Es tat richtig gut mit meinem französischen Freund von einer Brasserie in die andere zu gehen, und all die vielen Menschen zu beobachten, ohne irgendetwas zu tun. Dabei bemerkte ich erneut, dass es zwischen der deutschen und der französischen Kultur nicht sehr viele Unterschiede gibt.
Nach Paris sind wir auch wieder gegangen und es kam mir schlimmer vor als beim letzten Mal. Dieser seltsame Gestank den Paris von sich gibt, der ist einfach widerlich. Diese Metropole mag viele Sehenswürdigkeiten bieten, aber es ist wenn man genauer hinsieht, eine unreine Stadt. Ich würde dort als Einheimischer nicht leben wollen. Das erklärt wahrscheinlich auch, warum es viele Franzosen ins ländliche zieht. Darüberhinaus ist Paris in den Sommermonaten übersät mit Touristen. Man hört mehr englisches Gequake als französisches.
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